Charakteristik :

Beim Auffahrunfall prallt ein Fahrzeug mit höherer Geschwindigkeit auf das Heck eines anderen Fahrzeuges, welches steht oder sich langsamer als der Kollisionsgegner fortbewegt. Die Fahrzeuglängsachsen bzw. die Schwerpunktbewegungsbahnen liegen hierbei in einem Winkel von 0 Grad. Das gestoßene Fahrzeug wird häufig vorwärts beschleunigt, so dass die Abstände zwischen den Fahrzeugendständen weit auseinander liegen können. Zu gewichtigen Richtungsänderungen kommt es meist nicht.

Ursachen für das Zustandekommen eines Auffahrunfalls sind häufig:

  • der Fahrer des auffahrenden Fahrzeuges erkennt infolge Unachtsamkeit oder Verkehrsuntüchtigkeit das vorausfahrende oder stehende Fahrzeug nicht oder nicht rechtzeitig,

  • das auffahrende Fahrzeug kommt infolge nicht angepasster Geschwindigkeit oder aufgrund eines zu geringen Abstandes nicht rechtzeitig zum Stillstand und fährt auf,

  • das auffahrende Fahrzeug befährt mit hoher Geschwindigkeit eine bevorrechtigte Straße. Ein wartepflichtiges Fahrzeug biegt unerwartet vor diesem auf den Fahrstreifen ein, so dass bei zu geringem Abstand zum nun vorausfahrenden Fahrzeug das nachfolgende auffährt (rechtlich gesehen ist dieser Vorgang eine Vorfahrtsverletzung, eventuell mit Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit seitens des Auffahrenden)

Unfalltypische Spuren :

Häufig treten beim Auffahrunfall keine Spurenzeichnungen des vorderen Fahrzeuges auf. Gelegentlich findet man leichte, einseitige Radierspuren oder Blockierspuren, meist der Hinterräder des vorderen Fahrzeuges, wenn dieses mit gebremsten Rädern stark vorwärts beschleunigt wird oder durch die Kollision die Hinterräder eingeklemmt werden und hierdurch blockieren.

Kommt es durch den Stoß zu einer Richtungsänderung (kommt selten vor, meist wenn sich das gestoßene Fahrzeug sich noch in Bewegung befindet, also vorausfährt), können Radier- oder Driftschleuderspuren auftreten.

Das auffahrende Fahrzeug zeichnet je nach Reaktion des Fahrzeugführers häufig Brems- und Blockierspuren. Durch die kollisionsbedingten Kräfte können Unstetigkeiten in diesen Spuren entstehen. Ebenfalls ist es möglich, dass bei entsprechend heftigem Aufprall einzelne Fahrzeugbereiche des Unterbodens Fahrbahnkontakt erhalten, was zum Abzeichnen von Schlag- oder Kratzspuren führt. Oft werden die Ölwanne, der Kühler oder der Scheibenwischwasserbehälter derart beschädigt, dass sich der flüssige Inhalt (Öle, Kühl- und Scheibenwischflüssigkeiten) im Bereich der Kollisionsstelle auf die Fahrbahn ergießt und sich als trichterförmige oder längliche Spur bei Weiterbewegung des Fahrzeuges verteilt.

Die Spuren am Unfallort müssen dokumentiert und zusammen mit der Ermittlungsakte an die jeweilige Verfolgungsbehörde übermittelt werden. Die Versicherungen der Unfallbeteiligten beantragen dort meistens Akteneinsicht. Die Versicherung kann so den Unfallhergang rekonstruieren und gegebenen Falls die Schuldfrage klären. Autofahrer sollten bedenken, dass sie kleinere selbstverschuldete Schäden selbst bezahlen können, um der Rückstufung bei der Versicherung zu entgehen. Wenn der Schaden zu groß ist, sollte auch ein Wechsel der Versicherung in Erwägung gezogen werden, da es unter Umständen günstigere Anbieter gibt. Im Internet findet man viele Möglichkeiten, um den besten Anbieter zu finden. Eine schnelle Durchführung verspricht dieser Anbieter, bei dem man in 3 Minuten seine KFZ Versicherung berechnen kann. Ein Vergleich verschiedener Versicherungen ist nach wie vor immer empfehlenswert, hilfreich können auch Testergebnisse sein.

Typische Verletzungsbilder der Insassen :

Verletzung der Halswirbelsäule (HWS-Schleudertrauma) oder anderer Wirbelbereiche, Handgelenksstauchungen, Gesichtsverletzungen bei nicht angegurteten Insassen oder durch Airbag-Auslösung, Brustprellungen, Prellmarken im Bereich des Halses, der Schulter und der Brust durch den Gurt.

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